Die Reise zu mir selber ~ Teil II

Die Arbeit mit den heiligen Medizinpflanzen brachte noch einmal einen unerwarteten Wendepunkt in mein Leben.
Mich faszinierten die unergründlichen Tiefen und Mysterien des Lebens schon immer, und zu diesem Zeitpunkt dachte ich bereits ein grosses Spektrum davon erfahren zu haben. Doch diese Reise führte mich noch tiefer.

 

Den Ruf verspürte ich immer schon in meinem Herzen, doch ich wartete geduldig, denn ich wusste es wird zu mir kommen.

Und als es schliesslich in mein Leben kam, wusste ich genau dass nun der perfekte Moment dafür war.

Es fühlt sich an wie nach Hause kommen, etwas Neues dass ich doch schon ewig kannte, eine Erfahrung nach der ich mich immer gesehnt habe und sie mir doch nie so hätte vorstellen können.

 

Bereits in meiner ersten Zeremonie fand ich mehr Wahrheit, Heilung und Tiefe als je zuvor.
Ich spürte das unendliche Potenzial dieser Arbeit und dem wollte ich auf die Spur gehen.
So reiste ich 2020 nach Peru, direkt in den Corona Lockdown und fünf Wochen Quarantäne mitten im Amazonas.
Die Reise in den Urwald war gleichzeitig eine grosse Initiation in meine Urkraft, in eine tiefe Verbindung zur Natur, ihren Elementen, in die Dualität von Licht und Dunkelheit.

Und auch ein unglaublicher Heilprozess, weit über meine persönliche Geschichte hinaus, in die Geschichte meiner Ahnen bis hin ins Kollektiv von Frau und Mann. Auch physisch wurde mir ein Mann an meine Seite gesandt, denn die Reise sollte weit über meinen Aufenthalt hinaus gehen.

 

Wieder Zuhause, bekam ich das wundervolle Geschenk die nächsten neun Monate mit meinem Pferd abgeschieden in der Einfachheit und Natur zu leben. Dies erlaubte mir mich weiterhin dem begonnenen Prozess zu widmen. Weitere Dietas und eine tiefe Auseinandersetzung mit der Medizin der Rose und der weiblichen Urkraft, ergänzt durch viele Heilzeremonien bereiteten mich vor auf einen weiteren, längeren Aufenthalt in Peru. Die Verbindung zu dieser stark männlich dominierten Kultur war ein kräftiges Heilfeld für meine weiblichen verletzten Anteile, ein tiefes Eintauchen in die dunkelsten Ecken der Existenz, eine tiefe Vergebung an das Männliche und eine grosse Auferstehung in meine eigene Urkraft durch die Vereinigung all dieser Gegensätze in eine bedingungslos liebende Herzenskraft.

 

Für die Initiation in diese Arbeit mit den heiligen Pflanzen bin ich zutiefst dankbar und demütig.
Sie schenkte mir so viel Klarheit und Anbindung an meine innerste Wahrheit und erfüllt mich mit einer tiefen Ruhe, einem Gefühl des Angekommen Seins in meiner wahren Natur und Essenz und eine tiefe Verbindung zur gesamten Existenz.

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