Wie alles begann

Mein Start ins Leben war kein einfacher, eigentlich ein Wunder dass er überhaupt gelang.

Doch die Kraft und der Glaube an Wunder wurde mir scheinbar in die Wiege gelegt.

Die Welt kam mir immer ein bisschen suspekt vor, ich bevorzugte es lange mich in meiner eigenen Welt mich zurückzuziehen. 
Schon als kleines Mädchen verspürte ich mehr Verbindung zu Tieren, insbesondere zu den Pferden, als ich es je zu Menschen verspüren konnte. Bei ihnen fühlte ich mich sicher, was ich in der Gegenwart von Menschen nie wirklich der Fall war.

Ich war immer ein bisschen anders, was dazu führte dass ich mich oft fehl am Platz und falsch fühlte. 

Damals wusste ich noch nicht, dass diese Einzigartigkeit ein grosses Geschenk war. Ich wollte einfach nur dazugehören und geliebt werden für das was ich bin. Ich begann unbewusst mir Liebe und Anerkennung über meine Leistung zu erarbeiten. Und ich konnte alles tun, ich war gut darin, nur das Gefühl dass ich mir davon erhoffte stellte sich nie wirklich ein.

 

Ich hatte immer Träume und Visionen. Ungefestigt wie ich in jungen Jahren noch war, liess ich mich jedoch lange hin und her reissen zwischen dem was andere für mich richtig hielten, dem Wunsch dem gerecht zu werden und dem was ich im Herzen wirklich fühlte was mein Weg war.

Als es schliesslich um meine Berufswahl ging, lenkte ich beinahe ein zu diesem Weg einer sinnvollen Ausbildung und sicheren Zukunft. Doch im letzten Moment begann mein Herz zu schreien und es war als ob ich keine Wahl hatte ausser darauf zu hören. Ich fühlte so klar, dass mein Weg nicht der Bürostuhl war, sondern die Pferde. Im Stillen fasste ich einen Entschluss, sammelte all meine Kräfte zusammen um damit nach draussen zu gehen und mich all den Stimmen und Widerständen zu stellen und meinem Herzen zu folgen. Und das tat ich, und das war der erste Befreiungsschlag auf dem Weg meine innere Wahrheit zu leben.

 

Ich begann die Ausbildung als Pferdefachfrau, ohne wirklich die Voraussetzungen dafür zu haben. Ich war das nette Pferdemädchen welche die Pferde über alles liebte aber bestimmt nicht die mutige und gekonnte Reiterin welche die Anforderungen dieser Ausbildung erfüllte. Aber ich wollte es und dafür kämpfte ich mich durch alle Widerstände denn ich wollte beweisen dass ich es kann. Und ich konnte es, ich schloss die Ausbildung mit Bestnoten ab und bekam danach eine Stelle bei der renommiertesten Dressurreiterin in der ganzen Schweiz. Was ich allerdings nicht realisierte, war wie oft ich auf diesem Weg meine Energieressourcen übergangen habe. Das ich es nicht tat aus Liebe zu mir selber, sondern um die Liebe und Anerkennung von Aussen. Und ja ich hatte Erfolge, erreichte meine Ziele und doch wurde diese innere Leere immer grösser. Ich verlor den Sinn und die Freude und schien in ein tiefes Loch zu fallen.

 

Endlich war ich wo ich hinwollte und es fühlte sich so unendlich falsch an.

Die Freude wich so sehr aus meinem Leben, dass ich morgens nicht einmal mehr aufstehen wollte. 
Und plötzlich wusste ich gar nichts mehr. Ich hatte alles erreicht und doch nichts gewonnen.

 

Worum geht es dann im Leben? 

Worum wenn nicht darum etwas zu werden und zu erreichen?

Mit dieser Frage im Herzen machte ich mich auf den Weg auf die spannendste Reise meines Lebens.

 

Fortsetzung folgt...

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